Die alten Meister arbeiteten freihändig. Ihre Instrumente sind asymmetrisch wie Gesichter. Und genauso einzigartig. Der Klang ist unerreicht. Aber man kann ihm nahe kommen.

Andreas Hampels Kopien zeigen: Er kennt die Originale. Manche liegen lange auf seiner Werkbank. Sie werden von der Geigenbaumeisterin Susanne Riebesehl restauriert. Es bleibt in der Familie; sie ist seine Frau.

Man braucht das traditionelle Wissen, wenn Nachbauten gelingen sollen. Das große Geheimnis gibt es dabei nicht - nur viele kleine Feinheiten. „Forschen. Probieren. Hinhören. Gut. Dann das nächste Detail”, sagt Andreas Hampel. Und traut der Intuition, die aus Erfahrung wuchs.

Damit seine Geigen nicht einfach laut werden, sondern tragfähig. Nicht sandig, sondern klar. Nicht spitz, sondern brilliant. Und nicht bloß bissig oder bloß lyrisch oder bloß hell oder bloß dunkel. Sondern vielfarbig. Und dreidimensional.