
Dieses 41.5 Stradivari-Modell* habe ich Anfang 2024 entworfen, als wir uns mit unserem Freund und Kollegen Roland Schueler auf die Suche nach einem schönen Bratschenmodell machten. Kurz nachdem wir die erste Bratsche im September 2024 fertigstellten, wurde sie vom Tonhain-Kollektiv für ein Konzert im KlangGestalten-Rahmen ausgewählt. Doch das war erst der Anfang: Mit der zweiten Bratsche, die ich baute, nahm ich im Januar 2026 am Internationalen Bratschenbauwettbewerb in Paris teil und gewann den ersten Preis. Die Instrumente wurden von einer Jury detailliert anhand diverser ästhetischer und geigenbauerischer Kriterien beurteilt, insbesondere nach ihrem Klangeindruck. Zusätzlich hatte das Publikum die Aufgabe, das bestklingende Instrument auszuwählen.
Mein Modell belegte den ersten Platz und gewann ebenfalls den Spezialpreis des Publikums für Klang im Finalkonzert. Die Bratsche überzeugte vor allem durch ihren kraftvollen Bass ohne Anstrengung, die nebelfreie Mittellage und eine kräftige, gesangliche A-Saite.
→Erfahren Sie mehr über den Internationalen Bratschenbauwettbewerb 2026.
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* Für Insider und Feinschmecker: Wer sich mit Stradivaris Bratschen beschäftigt hat, der weiß, dass Stradivari nur drei Modelle benutzt hat: Das frühe 41.2 cm Modell ("Mahler"), das Tenorbratschenmodell (47.8cm - "Medici/Tuscan") und das späte 41.4-Modell ("Archinto", "Gibson"). Für unsere Bratsche diente die "Mahler" als Vorbild, die ich neu (in den gleichen Proportionen, aber 41.5cm lang) gezeichnet habe.
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